Oscar-Verleihung mal ganz anders

Buntes Programm begeistert das Publikum bei Engelröder Fremdensitzung.

Eine glanzvolle Oscar-Verleihung erlebten die Zuschauer bei der Fremdensitzung im Dorfgemeinschaftshaus von Engelrod. Das „Medienevent“ des Jahres dauerte etwas über vier Stunden. Auch wenn Glanz und Glamour vom Original in Los Angeles in Engelrod wegen fehlender großer Stars aus dem Jet-Set nicht ganz erreicht wurden, war die „TV Engelrod Oscar Nacht“ sganz nah dran und übertraf in einem Bereich das Original. Die Anzahl der verliehenen „Oscar“ lag deutlich höher als in den USA.

Pünktlich hatte sich zunächst nur Moderator Moritz Caspar im „TV Theatre“ eingefunden; seine Mitmoderatorin Nicole Greb brauchte in der Maske etwas mehr Zeit. Man habe weder Kosten noch Mühen gescheut, um Stars und prominente Engelröder zu präsentieren und dabei zu zeigen, dass Show, Tanz und Engelrod hervorragend zusammenpassten. Noch eine Kollegin stieß im Verlaufe der Oscar-Verleihung zum Moderatoren-Duo, nämlich Eva Hansel als Reporterin, die im Publikum unterwegs war, um O-Töne zum Event einzufangen. In bester „Oscar-Manier“ öffnete das Moderatorenteam die goldenen Umschläge, um die einzelnen Gruppen anzukündigen. Dies war auch beim Auftritt der „Tanzpiloten Engelrod“ der Fall, bei dem ein kleiner Pilot die nur einige Zentimeter größeren Tänzerinnen und Tänzer mittels Flugzeug auf eine Weltreise nach Hawaii, Afrika und Italien mitnahm und damit das Publikum begeisterte.

Ein Großteil des Programms bestand aus Tanzbeiträgen, und weil Engelrod nicht über genügend Tanzgruppen verfügt, um ein abendfüllendes Programm zu präsentieren, hatte man noch Tanzgruppen aus Dirlammen, Allmenrod, Rebgeshain, Wallenrod und Lanzenhain sowie ein Funkenmariechen aus Storndorf für Auftritte bei der Oscar-Verleihung gewinnen können.

Zwischendurch gab es Einblendungen aus dem Saal, wo manches Malheur von Insidern im Publikum und im Elferrat aus dem Dorf zum Besten gegeben wurde.

Abwechslung bot der Wortbeitrag von Atze Schröder (Hannes Caspar), der ohne Manuskript den TV-Comedian hervorragend auf der Engelröder Bühne doubelte. Toll auch die Whatsapp-Gruppe, bei der die Zuschauer erfuhren, was im Vorfeld einer Faschingsfeier für Kinder alles geschrieben und zu einem Problem werden kann.

Gefordert war auch der Lautertaler Bürgermeister Lukas Becker, der aus dem Lostopf gezogen wurde und damit gegen Heidi Liebisch antreten musste beim Belegen einer Käsestange. Voraussetzung war dabei, dass alle vorhandenen Zutaten verwandt werden mussten. Weil am Ende beide gleich schnell waren, waren alle zufrieden. Auch die beiden Zuschauer, die die beiden Käsestangen verspeisen durften.

Eingangs hatten die sieben Elferräter die Aufgabe bekommen, unter den Zuschauern Leute herauszufiltern, die am würdevollsten aus einem Glas trinken können, wer das schrägste Kostüm trug und das beste Sitzfleisch hatte. Marco Klaus, Gerno Ruppel und Georg Fischer wurden als „Preisträger“ ermittelt und mit Urkunden ausgezeichent.

Keine Urkunde, dafür aber ein Bild von den Fastnachtern gab es für Sabine Kreis, für die es die letzte Sitzung als Ortsvorsteherin war. In den über siebeneinhalb Jahren habe sie für die Fastnachter immer ein offenes Ohr gehabt und diese unterstützt, so die Laudatoren Nicole Greb und Moritz Caspar, dem das Publikum mit begeistertem Beifall zustimmte.

Am Ende des stimmungsvollen Abends konnte dann Moritz Caspar noch zur After-Show-Party einladen.