Lautertals Straßen im Check

Welche Aussage kann über den Zustand der gemeindlichen Straßen getroffen werden?

Die Kosten für die Straßensanierungen sind nicht nur für die Gemeinden und Städte ein Problem, sondern auch für die Bürger in Kommunen, in denen von den Bürgern finanzielle Beteiligung verlangt wird. Deshalb gehen immer mehr Gemeinden dazu über, Straßenkataster oder Ablaufpläne zu erstellen, um die notwendigen Mittel rechtzeitig einzuplanen und gleichzeitig eine Handlungsempfehlung zu haben. Aber auch die Bürger darüber zu informieren, welche Maßnahmen in naher oder weiterer Zukunft geplant sind.

Deshalb fragte die CDU-Fraktion im Lautertaler Gemeindeparlament: „Welche Aussage kann über den Zustand der gemeindlichen Straßen getroffen werden?“

„Mehrzahl in gutem Zustand“

Bürgermeister Lukas Becker führte hierzu aus: „Der Zustand des kommunalen Straßennetzes ist sehr unterschiedlich. In einigen Orten existieren noch Baustraßen, bei denen ein vollständiger Straßenendausbau erforderlich wäre, bevor Bestandsstraßen neu gebaut werden. Die Mehrzahl der Straßen ist jedoch in einem Zustand, der sie in den nächsten zehn bis 15 Jahren gut nutzbar macht. Durch die kontinuierliche Instandhaltung unseres Bauhofes werden diverse Oberflächenschäden behoben, was maßgeblich zur Erhaltung der Straßen beiträgt.“

Sanierung in Engelrod

Die nächste Frage lautete: „Welche Maßnahmen haben sich daraus ergeben?“ Der Bürgermeister antwortete, dass der „Alte Weg“ in Engelrod einer Sanierung bedürfe. Diese sei auch im Haushalt veranschlagt, und dabei werde ein Synergieeffekt genutzt, da in diesem Bereich zudem neue Schieber für die Wasserversorgung gesetzt werden müssten. „Die meisten Straßen sind im Rahmen eines Ampelsystems als Gelb einzustufen. Gelb bedeutet: kleinere, begrenzte Risse, sichtbare Flecken und leichte Unebenheiten. Vorrangig sollten zukünftige Maßnahmen darauf ausgerichtet sein, den Sanierungsbedarf der Wasserleitung zu prüfen und die Anzahl der Rohrbrüche in der jüngeren Vergangenheit zu berücksichtigen. Eine Kombination aus dem Zustand der Straßen und der Wasserleitungen sollte die Grundlage bei einer Entscheidungsfindung sein.“

„Priorisierung nicht sinnvoll“

Die dritte Frage der CDU lautete: „Wurde eine Priorisierung zur Umsetzung erstellt?“ Seitens der Verwaltung stünden derzeit die Ortsdurchfahrten von Eichenrod sowie perspektivisch die gesamte Ortsdurchfahrt von Meiches auf dem Plan. Allein diese Projekte seien so kostenintensiv, dass eine weitere Priorisierung zurzeit nicht sinnvoll erscheine, so die Aussage des Bürgermeisters.