Der Fußballtag aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des SV Dirlammen wurde genutzt, um Gründungsmitglieder zu ehren und ihnen für ihr Engagement zu danken, dass der Verein überhaupt ins Leben gerufen werden konnte. Geehrt wurden Manfred Luft, Karl Eckstein, Kurt Greb, Helmut Jöckel, Hans-Kurt Habermehl und Norbert Uebel. Verhindert waren Walter Greb, Erich Schul und Werner Buchhaupt, die ihre Urkunde nachgereicht bekommen.
Ziel war es damals, einen Fußballverein zu gründen, um nicht nur dem runden Leder nachzujagen, sondern sich auch im sportlichen Vergleich sich mit anderen Vereinen messen zu können. Das, was vor 60 Jahren passierte, fasste dann das Vorstandsmitglied Lisa Ritz in die Worte: „Vor 60 Jahren hatten sie den Anspruch, gemeinsam Fußball zu spielen und als geschlossener Verein aufzutreten. Wie mir berichtet wurde, traf man sich zur Vereinsgründung bei Seling‘s. Da keine der jetzigen Vorstandsmitglieder dabei war, sei es jetzt schwer, aus dem Nähkästchen zu plaudern, aber vielleicht möchte es einer von Euch tun“, so Lisa Ritz.
Dieser Aufforderung nahm das Gründungsmitglied Manfred Luft, auch langjähriger Ortsvorsteher, zum Anlass, aus seiner Erinnerung zu berichten. „Die Gründung war nicht so einfach, denn Hans Lerner, damals beim Landkreis tätig, hinterfragte ob überhaupt ein Sportverein in Dirlammen notwendig sei.“ Der Vater von Manfred Luft, damals Bürgermeister in Dirlammen, wandte sich an den Landrat und meinte, dass man in Dirlammen den Sportverein wolle. „Der Landrat hat ihn rausgeschmissen“, so die Erinnerung von Manfred Luft. „Mein Vater ist hinten wieder rein“, und so sei der Sportverein Dirlammen entstanden und „es sei mit einem harten Kampf verbunden gewesen“.
Als erstes sei eine Jugendmannschaft gegründet worden und außer Konkurrenz habe man gespielt und das erste Spiel habe in Bad Salzschlirf stattgefunden, so Manfred Luft. „Die haben uns abgedeckelt, bis zum Gehtnichtmehr“, erinnerte sich das Gründungsmitglied.
Zwei Mal sei der Sportplatz planiert worden, eine Drainage sei verlegt worden und dann sei mit dem Bau des Sportlerheimes begonnen worden. Er selbst habe mit Walter Föller „Stunden und Tage verbracht“ und es hätten viele weitere „Kameraden“ geholfen. „Wir wollten etwas erreichen und haben es erreicht“, schilderte Luft die damalige Situation. Seine Frau habe damals die Meinung vertreten, dass er die Nächte doch im Sportlerheim verbringen könne, zeichnete Manfred Luft ein Bild, an das sich die älteren Mitglieder sicherlich noch erinnern konnten.