Zum 160. Male jährte sich am 24. Juni 2025 der katastrophale Brand von 1865 in Lautertal, der durch ein schweres Gewitter ausgelöst wurde. Elf Häuser und Hofreiten wurden in Schutt und Asche gelegt - ebenso das Schulgebäude mitsamt seiner Glocke. Seit jener Zeit gedenken die Einwohner von Hörgenau dieser Naturkatastrophe mit einem Gedenkgottesdienst.
In diesem Jahr erinnerte Pfarrer Jürgen Pithan in seiner Predigt noch einmal an die Tragödie von damals und an die Wichtigkeit der Feuerwehren - auch für das dörfliche Zusammenleben. Ebenso das Einstehen für andere Menschen. »Gerade in der heutigen Zeit ist es umso wichtiger, dass Menschen für andere einstehen. Mehr Mitgefühl, Empathie und Ehrlichkeit sind unerlässlich«, so Pfarrer Pithan.
Der Lauterbacher Anzeiger berichtete im Juli 1865 in einer Ausgabe unter der Überschrift »Für die Abgebrannten von Hörgenau!« über die Not, welche die Katastrophe ausgelöst hatte. Sach- und Geldspenden waren damals bereits im Juli eingegangen, und der Gemeindevorstand unter Bürgermeister Schönhals, Lehrer Muhl und Pfarrer Suppes bedankten sich für die Hilfen aus nah und fern.
Auf Anregung der Nachbarschaftshilfe Lautertal hatten sich jetzt Mitglieder spontan bereit erklärt, zu diesem Anlass eine Bilderausstellung für Hörgenau zu gestalten.
Fotoausstellung gestaltet
Bei den Aufnahmen handelt es sich um Fotos aus den Gemeinden von Lautertal, die Wolfgang Wiehl vom Fotoclub Lauterbach im Jahr 1987 angeboten hatte und die an diesem Tag vor und im Bauhofgebäude ausgestellt wurden. Neben allgemeinen Bildern aus dem dörflichen Leben des Ortes aus früheren Zeiten fanden besonders die Fotos zum Brandtag-Gedenken vom 24. Juni 1958 die Aufmerksamkeit der Besucher. Der Vereinsvorsitzende des Feuerwehrvereins und stellvertretender Wehrführer Danny Tamm war zufrieden mit dem Besuch der kleinen Ausstellung aus dem Ort sowie aus den Nachbargemeinden. »Wir mach hier auch gleich ein wenig Werbung für die Feuerwehren. An dem Schicksalstag von Hörgenau sieht man, wie schnell eine Brandkatastrophe über einer Dorfgemeinschaft ein schlimmes Unheil anrichten kann«, so Tamm. Für alle, die die Bilder verpasst haben: Im Winter soll es nochmals eine Ausstellung der Fotos geben.