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Schnellster Autofahrer mit Tempo 79 im Ort



Seit gestern Tempomessungen im neuen Ordungsbehördenbezirk Freiensteinau, Grebenhain, Lautertal und Herbstein.

Ortstermin der Bürgermeister Manfred Dickert, Bernhard Ziegler und Heiko Stock sowie der Ordnungsamtsleiter Edwin Schneider und Werner Eifert (von links nach rechts). Beim „Blitzeinsatz“ in Lanzenhain ließen sie sich die Anlage erklären.

Ortstermin der Bürgermeister Manfred Dickert, Bernhard Ziegler und Heiko Stock sowie der Ordnungsamtsleiter Edwin Schneider und Werner Eifert (von links nach rechts). Beim „Blitzeinsatz“ in Lanzenhain ließen sie sich die Anlage erklären.

Solche Geräte auf beiden Straßenseiten installiert sind die Lichtschranke

Solche Geräte auf beiden Straßenseiten installiert sind die Lichtschranke

Seit gestern geht es in den Großgemeinden Herbstein, Grebenhain, Lautertal und Freiensteinau Rasern an den Kragen (zusätzlich zu den polizeilichen Maßnahmen): Jetzt werden die ersten örtlichen Geschwindigkeitsmessungen im neuen gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk durchgeführt. Hilfpolizist Uwe Philipp aus Lautertal war mit Manfred Ketzer in Herbstein in der Hessenstraße und in Lanzenhain in der Straße nach Hochwaldhausen Rasern auf der Spur.

Der traurige Rekord wurde in Lanzenhain mit 79 Stundenkilometern gemessen. Dieser Raser sowie alle anderen, die sich nicht an das vorgeschriebene Tempo hielten, werden zur Kasse gebeten, einige bekommen einen Bußgeldbescheid und Punkte in Flensburg. Um ein Fahrverbot kommt man mit Tempo 79 noch herum.

Zwischen 5 und 11 Uhr standen Philipp und Ketzer mit ihren Messgeräten in Höhe des Betonwerkes in der Hessenstraße Herbstein, 1 010 Fahrzeuge passierten die "Blitzanlage" Richtung Lauterbach, von der Kreisstadt her kamen in diesem Zeitraum 772 Autos. 81 waren zu schell, sie wurden "geblitzt". Je nach Höhe der Geschwindigkeitsübertretung bekommen sie in den kommenden Wochen eine Zahlungsauffordung.

Gut eine halbe Stunde dauert der Aufbau der Geschwindigkeitsmessanlage, die aus einer Lichtschranke und zwei Fotokameras besteht. Diese Gerätschaften kosten rund 60 000 Euro, sie werden für einen bestimmten Zeitraum zu Geschwindigkeitsmessungen an Gemeinden ausgeliehen - in dieser Woche befinden sich Ketzer und Philipp in den vier Orten des neuen Ordnungsbehördenbezirks.

Nach dem Abbau der Anlage in der Kernstadt wurde zwischen 12 und 16 Uhr in Lanzenhain gemessen. Bis 15 Uhr, als sich die Bürgermeister Heiko Stock mit seinem Ordnungsamtsleiter Werner Eifert (Lautertal), Bernhard Ziegler (Herbstein), Manfred Dickert (Grebenhain) und Ordnungsamtsleiter Edwin Schneider (Freiensteinau) vor Ort informierten, lagen dort 27 Tempo-Überschreitungen vor.

Den passionierten Motorradfahrer Manfred Dickert interessierte natürlich besonders, ob man auch Kradfahrer mit der Messanlage erfassen kann. "Das ist möglich", erklärte ihm Manfred Ketzer. Wenn man das Herannahen eines Motorrads höre, werde die zweite Kamera zugeschaltet. Sei dieser zu schnell, werde zusätzlich zum Frontfoto eine Aufnahme von hinten gemacht, auf dem das Nummernschild des Rasers zu sehen sei, dann nehme auch hier alles seinen behördlichen Lauf.

Viele weitere Kontrollen sind regelmäßig geplant.

Lauterbacher Anzeiger (gs) Bilder: Schobert
21.04.2009

 

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