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"Erfolg hat seinen Grund in der guten Atmosphäre dieses Hauses"



Landrat besuchte Kolping-Feriendorf in Herbstein - Lob für Energiespar-Investitionen.

Landrat Rudolf Marx zeigte sich vom Konzept des Kolping-Feriendorfs in Herbstein beeindruckt. Im Gespräch mit Leiter Hubert Straub nannte er die Umsetzung der Kolping-Philosophie in Herbstein "herausragend" und im Sinne der Ökumene beispielgebend. Bereits 24 000 Übernachtungen in diesem Jahr seien auch eine ökonomische Größe für die Wertschöpfung in der Region. Die Einrichtung beschäftigt 30 Mitarbeiter, die Belegung ist seit Jahren kontinuierlich gut. 

Der Erfolg des Kolpingdorfs habe einen wesentlichen Grund: "Es liegt an der guten Atmosphäre in diesem Haus", sagte Marx im Gespräch mit Hubert Straub, seiner Ehefrau Uta, dem Vorsitzenden des Fördervereins, Wigbert Nophut, sowie drei Mitarbeitern, die just am Tag des Landratsbesuchs ihre zehn- beziehungsweise 25-jährige Betriebszugehörigkeit feierten. Das gute Klima übertrage sich von der Leitung auf die Mitarbeiter und nicht zuletzt auf die Kunden der Einrichtung. "Hier geht es eben nicht nur um gute Unterhaltung, sondern um das seelische Wohl der Menschen", unterstrich Marx.

Der Landrat hob die stetige gute Entwicklung des Kolpingdorfs seit 1968 hervor und lobte hierbei auch die Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Lothar Wyrtki beim Aufbau des Projekts.

Hubert Straub ist für den Landrat ein "wichtiger Partner, denn er will mit Leib und Seele etwas tun für die Region - weit über die Interessenlage seiner eigenen Einrichtung hinaus". Marx nannte als Beispiele Straubs Engagement als Vorsitzender von "Pro Vogelsberg", in der regionalen Tourismus-GmbH sowie bei der Förderung des Reittourismus. Straub freute sich, dass der Vogelsberg mit den vermarkteten Themen Radfahren, Wandern, Reiten, Familie und Wellness "mittlerweile viel besser aufgestellt ist".

Hubert Straub stellte dem Landrat umfangreiche Energie-Investitionen vor, die zu erheblichen betriebswirtschaftlichen Einsparungen und zu weniger Emissionen führen. So bringe die neue Heizzentrale, die mit Holz-Pellets betrieben werde, bereits jetzt eine jährliche Einsparung von 18 000 Euro. Bei der Bewältigung der Kosten der neuen Heizanlage sowie bei der Erneuerung von Fenstern und Fassaden waren Bund und Land hilfreich. Das hessische Umweltministerium sieht in der Herbsteiner Investition ein "Vorzeigeprojekt".

Beeindruckend fand Marx den Beitrag des Fördervereins, der durch Geldmittel und "Hand anlegen" ein Drittel des Volumens "stemmen hilft". Dem Förderverein gehören rund 110 Mitglieder an, berichtete Vorsitzender Nophut. Ihnen mache es immer wieder neu Freude, durch engagierte Arbeitseinsätze am Wochenende dem Haus zu helfen.

Für Hubert Straub ist es wichtig, dass seine Kunden die Energie-Innovationen "erleben" und sehen können. Denn es gehe nicht nur ums Sparen, sondern auch um das Signal, in eigener Verantwortung an der Bewahrung der Schöpfung mitzuarbeiten. "Es gehört mittlerweile zu Recht in ein erfolgreiches touristisches Konzept, dass die Gäste umweltfreundliches Verhalten wahrnehmen können, an dem sie selbst als Nutzer beteiligt sind."

Lauterbacher Anzeiger (pd)
16.10.2008

 

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