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Einsatz gegen Raser und Umweltsünder beginnt
Ab 20. April erste Radarmessungen in den Großgemeinden Freiensteinau, Grebenhain, Herbstein und Lautertal
Rasern, Umweltsündern, Falschparkern oder uneinsichtigen Hundehaltern geht es in Freiensteinau, Grebenhain, Herbstein und Lautertal bald an den Kragen. Der 46-jährige Uwe Philipp aus Lautertal hat am 1. April seinen Dienst als Hilfspolizist für die vier Kommunen angetreten, am 20. April werden die ersten Radarkontrollen durchgeführt.
Die drei Gemeinden und die Stadt hatten vor einem Jahr einen gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk gebildet. Nach der Zustimmung von Kreistag und Regierungspräsident waren die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen gegeben.
Sitz der Ordnungsbehörde ist im Rathaus von Lautertal, dort hat Uwe Philipp sein Büro. Der 46-Jährige war als Forstwirtschaftsmeister bei der Gemeinde Lautertal beschäftigt und wurde ein Jahr lang für seine neue Aufgabe geschult. Sein Gehalt und die Kosten teilen sich die vier Partner entsprechend der Einwohnerzahlen.
Wie Freiensteinaus Bürgermeister Friedel Kopp in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreterversammlung berichtete, gehört die Überwachung des fließenden und ruhenden Verkehrs zu den Hauptaufgaben des Hilfspolizisten. Hinzu kommen die Gefahrenabwehr (zum Beispiel Hunde) und der Landschaftsüberwachungsdienst (Umweltfrevel).
Los geht es laut Kopp am 20. April mit Geschwindigkeitsmessungen. Dafür wird jeweils für eine Woche eine Messanlage angemietet, die in allen vier Kommunen zum Einsatz kommen soll. In der Großgemeinde Freiensteinau werden das 13 Messpunkte sein. Das Gerät wird auch weitere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung dokumentieren, also das Telefonieren während der Fahrt oder das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes. Laut Kopp können damit auch Verstöße von Motorradfahrern festgestellt werden. In den vergangenen Tagen haben Probemessungen stattgefunden, bei denen auch das Verkehrsaufkommen festgestellt wurde.
In seiner Gemeinde, so berichtete Friedel Kopp, werden Schwerpunkte der Messungen die Ortsdurchfahrten auf den Achsen Ober-Moos - Reichlos - Weidenau sowie Nieder-Moos - Holzmühl sein. Auch am Gunzenauer Kreuz will man den Rasern Einhalt gebieten. "Kontrolle der Hunde und Müllablagerungen stehen derzeit nicht an erster Stelle, uns geht es um ein Stück Sicherheit", erklärte Friedel Kopp. "Wir wollen mit den Einnahmen aus den Kontrollen auch nicht unsere Gemeindekasse füllen. Uns reicht es aus, wenn wir die Selbstkosten reinholen".
09.04.2009
