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Angestrebte Mindest-Versorgung nur erster Schritt



"Selbstverständlich ist die angestrebte Mindest-Grundversorgung im Breitbandbereich nur ein erster Schritt. Das haben wir auch immer wieder betont."

So reagierte Landrat Rudolf Marx gestern im Kreistag auf die aus seiner Sicht unverständliche Kritik einiger Vogelsberger Bürgermeister auf die Erläuterung der weiteren Vorgehensweise, die vorrangig eine Funklösung mit mindestens zwei Mbit/Sekunde Datentransfer vorsieht. Die Betonung liegt für den Landrat auf: "mindestens".

"Unser Ziel ist die flächendeckende Versorgung des Vogelsbergkreises mit Bandbreiten, die nach jetzigem Stand zukunftssicher sind - dies wird voraussichtlich nur eine glasfasergebundene Lösung sein können", so der gestern Landrat .

Lautertals Bürgermeister Heiko Stock und anderen sei in ihrer Kritik daher durchaus Recht zu geben, wenn sie von der Notwendigkeit deutlich höherer Bandbreiten in allen Ortsteilen des Vogelsbergkreises sprechen. Die Unterversorgung eines Drittels der Vogelsberger Ortsteile, von der in einem Pressebericht der Kreisverwaltung die Rede gewesen sei, habe sich auf die derzeitige, völlig unzureichende EU-Definition von weniger als ein Mbit/Sekunde Datentransfer bezogen.

Tatsache sei, dass derzeit nach EU-Definition die Bürger in 61 von 185 Ortsteilen mit weniger als ein Mbit/Sekunde Datentransfer auskommen müssten. Im ersten Schritt habe ein durch die Vogelsberg Consult durchgeführte Interessenbekundungsverfahren diese Unterversorgung klar aufgezeigt. Jetzt eröffne sich die Möglichkeit, in 16 Gemeinden beihilfefähige Lösungen zur Behebung der Unterversorgung umzusetzen.

Dabei würden überwiegend Funknetze zur Umsetzung kommen, teilweise aber auch kabelgebundene Ansätze mit größeren Bandbreiten. Auch die Funknetze würden Bandbreiten bis 16 Mbit ermöglichen. Dabei sei festzuhalten, dass für den Endkunden die Entscheidung für das Minimum zwei Mbit natürlich kostengünstiger werde als die Lösung mit 16 MBit, sagte Marx.

Diesem ersten Schritt einer Grundversorgung werde und müsse der zweite Schritt hin zu einer flächendeckenden glasfasergebundenen Lösung folgen; funkgebundene Ansätze seien nach jetzigem Stand der Technik nur eine Übergangslösung.

Lauterbacher Anzeiger (red)
21.06.2011

 

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