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Tiere des Vereins halten Gemeinde-Kläranlagen sauber
Vorstandswahlen bei der Lautertaler Heidschnuckenschäferei "Magerrasenbiotop" - Werner Eifert bleibt an der Spitze - Keinen Schriftführer gefunden.
Erfahrenen Vorstandsmitgliedern, aber auch neuen Hobbyfreunden wie Johannes Gombel aus Dirlammen und Waldemar Steinhauer aus Engelrod, haben die Mitglieder des Vereins Heidschnuckenschäferei "Magerrasenbiotop" Lautertal die Vorstandsarbeit übertragen. In der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Eichelhain wurde neben dem Rückblick auch ein neuer Vorstand unter der Leitung von Klaus Schönfeld gewählt. Die Neumitglieder übernahmen die Beisitzerposten; doch wurde für den bisherigen Schriftführer Hartmut Greb aus Engelrod kein Nachfolger gefunden. Vorerst wird der Vorstand diese Tätigkeit übernehmen und sich auch auf die Suche nach einem möglichen Kandidaten machen.
Vorsitzender Werner Eifert verwies in seinem Jahresbericht darauf, dass der Verein für die Beweidung der Kläranlagen in Eichelhain, Engelrod und Dirlammen zuständig war, dies erledigten die Schafe der Mitglieder. Ebenso kümmerte man sich um Ausgleichsflächen in Eichelhain. Hier seien inzwischen wertvolle Pflanzen wieder heimisch geworden. Seit 2004 nehme der Verein mit Schafen am Prämienmarkt in Lauterbach teil und habe dieses Jahr gute Erfolge erreicht. Ebenso habe der Verein Tiere für einen Messestand in Wächtersbach eine Woche zur Verfügung gestellt, was eine willkommene Werbung für die Heidschnucken gewesen sei. Trotz allem Positiven bedauerte der Vorsitzende, dass durch Auflagen der Behörden die Schafzucht immer schwieriger werde. Nach zwei Neueintritten und einem Austritt liege der Mitgliederstand bei 18 Personen.
Die Schwierigkeiten sprach auch Wolfgang Pschierer, der Vertreter des Landesverbandes an. Seiner Meinung nach lohne es sich finanziell überhaupt nicht mehr, Heidschnucken zu züchten, da entsprechende Vermarktungsmöglichkeiten fehlten. Er prognostizierte ein mögliches Aussterben dieser Schafrasse. Ebenso bedauerte er, dass nicht alle Züchter organisiert seien. In Hessen habe es im Jahr 2010 502 gemeldete Züchter mit 8 118 Mutterschafen gegeben. Dies könne Nachteile haben, da die Schafhalter nicht entsprechend informiert würden. "Unwissenheit schütze vor Strafe nicht" so Pschierer, der für einen Beitritt in seine Organisation warb. Bürgermeister Heiko Stock wünschte dem neuen Vorstand alles Gute für die Zukunft und stellte fest, dass es Berührungspunkte zwischen Gemeinde und Verein gebe, beispielsweise bei der Pflege der Kläranlagen. Es habe nie dabei Probleme gegeben, stellte das Gemeindeoberhaupt fest. Vorsitzender: Werner Eifert (Eichelhain) Stellvertreter: Sven Georg (Dirlammen) Rechner: Reiner Greb (Eichenrod) Beisitzer: Willi von Alt und Uwe Schößler (beide Eichelhain), Waldemar Steinhauer (Engelrod), Johannes Gombel (Dirlammen).
04.08.2011
