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Photovoltaikanlagen auf DGH-Dächer



Viehhändler möchte Betrieb erweitern - Waldweg soll zum Radweg ausgebaut werden.

Die erste Hürde ist genommen: Mit dem Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes und der Änderung des Flächennutzungsplanes "Oberm Dorf" in Hörgenau hat die Gemeindevertreterversammlung einstimmig signalisiert, dass sie keine Bedenken gegen das Vorhaben der Firma Lang hat. Die Viehhandlungmöchte dort ihre Halle erweitern. Außerdem soll auf dem Gelände am Ortsrand ein Büro- und Wohngebäude entstehen. Laut Bürgermeister betrifft die Erweiterung des Plangebiets den nördlichen Bereich. Das Unternehmen benötige für seinen privaten Viehbestand eine gesonderte Halle. Die Änderung des Bebauungsplans habe nichts mit dem konkreten Baugebiet in dem Ortsteil zu tun.

Zustimmung bekam der Antrag der SPD in Sachen erneuerbare Energie. In absehbarer Zeit stünden Dachsanierungen an den Gemeinschaftshäusern (DGH) Eichelhain, Engelrod und Eichenrod an, sagte Fraktionsvorsitzender Reiner Merz. Vor deren Umsetzung sollte in allen Einzelfällen geprüft werden, ob im Zuge der Sanierung auch die Installation einer Photovoltaikanlage sinnvoll sei und die Gemeinde oder private Betreiber diese errichteten. Das private Betreibermodell könne dann sinnvoll sein, wenn diese sich an der Dachsanierung beteiligen würden. Der Gemeindevorstand soll prüfen, ob für diese Projekte eine Zusammenarbeit der Gemeinde mit einem möglichen Investor wie OVAG, Energiegenossenschaft Vogelsberg oder der Firma Juwi möglich und sinnvoll sei. Auf Wunsch von Cornelia Bothe (UBG/Grüne) soll auch eine mögliche Bürgerbeteiligung bei den Investitionen geprüft werden. "Ich gebe Ihnen grundsätzlich recht", sagte Bürgermeister Stock und ergänzte, er könne sich eine Lautertaler Energiegenossenschaft unter dem Dach der Energiegenossenschaft Vogelsberg vorstellen. "Wir sind grundsätzlich für erneuerbare Energie", signalisierte Helmut Hanisch (CDU), den Antrag zu unterstützen.

Auf Antrag der Union wird der Gemeindevorstand prüfen, ob bei naturschutzfachlichen Maßnahmen für das Naturschutz-Großprojekt Vogelsberg im Bereich Forstwirtschaft eine Beteiligung im Lautertaler Kommunalwald sinnvoll erscheint. Geprüft werden soll auch, wie anstehende landschaftsschutzrechtliche Maßnahmen an Bachläufen oder Heckenrainen darin integriert werden können. In seiner Begründung sagte Hanisch, die Gemeinde sei Mitglied im Natur- und Lebensraum Vogelsberg. Im Kommunalwald sei durch die Stürme eine besondere Wirtschaftslage eingetreten. Falls unter Nutzung von Fördergeldern eine mittelfristige Wertsteigerung des Holzbestandes möglich sei, sollte diese Projektbeteiligung in Erwägung gezogen werden.

Ein weiterer Antrag der CDU betraf die bauliche Erweiterung des Radwegenetzes. Der Gemeindevorstand soll prüfen, ob ein Ausbau des Wirtschaftsweges in der Gemarkung "Im Michelrod" in Hopfmannsfeld zur Anbindung an das Radwegenetz Richtung Lauterbach möglich ist. Dazu sollen die baurechtliche Abstimmung mit der Stadt Lauterbach sowie die Kostenfrage unter Nutzung von Fördergeldern geprüft werden. Wie Hanisch erläuterte, werde dieser durchgängige Wirtschaftsweg zunehmend von Wanderern und Radfahrern genutzt. Er sei unterhalb des Wehrbergs nicht befestigt und daher nur eingeschränkt nutzbar. Ein Ausbau würde das touristische Angebot verbessern. Der Beschluss war einstimmig.

Lauterbacher Anzeiger (gs)
24.12.2011

 

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