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Meicheser Feuerwehrleute investierten 3500 Arbeitsstunden



Saniertes und erweitertes Feuerwehrhaus offiziell eingeweiht.

Die Freiwillige Feuerwehr Meiches hat ein neues Feuerwehrhaus. Zwar ist es nicht komplett neu, doch rundum saniert und erweitert. Die gerade im Dorf laufende Dorferneuerung sowie eine mehr als beispielhafte Eigenleistung von 3 500 Arbeitsstunden machten die Verwirklichung erst möglich. Mit einem Betrag von 20 Euro pro Stunde gerechnet ergibt sich eine Summe von 70 000 Euro. Deshalb gab es bei der offiziellen Einweihung jetzt allenthalben Lob für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und auch für die Meicheser Ortsbürger, die sich bei der Baumaßnahme eingebracht haben.

Bürgermeister Heiko Stock verwies darauf, dass das Gebäude nicht mehr den Vorschriften entsprochen und die Dorferneuerung eine gute Möglichkeit geboten habe. Denn ohne Zuschüsse hätte man die Maßnahme nicht umsetzen können. Es habe sich aber auch viel Gemeinsinn gezeigt, viele fleißige Hände hätten angepackt und somit dazu beigetragen, dass man die Einweihung jetzt feiern könne. Stock freute sich, dass das Backhaus auch mit einbezogen wurde, was noch einmal unterstreiche, dass die Dorfgemeinschaft funktioniere. Der Bürgermeister dankte auch den ausführenden Firmen und lobte deren Arbeit. Es habe auch keine starre Planung gegeben, Änderungsvorschläge seien immer aktuell eingebracht worden. Der vorgesehene Kostenrahmen von 80 500 Euro sei bei der Renovierung des Feuerwehrhauses eingehalten worden. Bei der Außengestaltung sei der Kostenrahmen von 10 500 Euro sogar unterschritten worden. Es hätte großer Anstrengungen bedurft, und es habe den Verantwortlichen in Meiches an Ansporn nie gefehlt. Auf das Geschaffene könne man stolz sein. Nun habe die Feuerwehr optimale Bedingungen, um den Schutz der Bürger sicherzustellen.

Gemeindebrandinspektor Alfred Lang sprach von einem freudigen Anlass für die Feuerwehr Meiches. All die Schwierigkeiten wolle man jetzt vergessen. Durch das Opfern von Freizeit hätten die Kosten gesenkt werden können. Er hoffe, dass in den neuen Räumlichkeiten die Fahrzeuge gut untergebracht seien und immer einsatzbereit blieben.

Wehrführer Klaus Hartmann stellte fest, das in 1970 in Betrieb genommene Gebäude habe nicht mehr den Anforderungen entsprochen und es habe Schäden durch Feuchtigkeit gegeben. Hartmann erläuterte den Bauverlauf und verwies auf rund 2 000 Euro, die die Feuerwehr Meiches beigesteuert habe. Ebenso dankte er für die Unterstützung durch Werkzeuge oder andere Sachspenden. "Ihr ward alle super" stellte er fest.

"Bauleiter" Armin Wolf wurde dann nach vorne gebeten und erhielt einen Essensgutschein. Hartmann bescheinigte ihm, dass Wolf immer alles im Griff gehabt habe. Auch Hartmann ging nicht leer aus, denn Vorstandskollege Hubert Helm ergriff das Wort und lobte nicht nur die Einsatzbereitschaft von Klaus Hartmann, sondern auch dessen Bescheidenheit. Er überreichte ebenfalls einen Essensgutschein.

Ein weiteres Vorbild, besonders für die Jugend, war Yannik Dahlmann. Hartmann lobte den jüngsten Helfer, der "wie ein Profi gearbeitet hat", man habe ihn für jeder Arbeit brauchen können. Kreisbrandinspektor Werner Rinke betonte, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, das Feuerwehrhaus in die Dorferneuerung zu nehmen und an diesem Standort zu erhalten. In Meiches sei eine Grundlage geschaffen worden, dass die Ausrüstung ordnungsgemäß untergestellt werden könne. Sorge bereite aber grundsätzlich die Einsatzbereitschaft, weil im Landkreis die Arbeitsplätze fehlten. Für Meiches sei es unabdingbar, dass eine Feuerwehr vor Ort sein müsse. "Nehmt an Übungen teil; die Lehrgänge warten auf Euch", motivierte der Kreisbrandinspektor die Meicheser aktiv weiter zu machen.

Dorfplaner Michael-Josef Ruhl sprach von einem herausragenden Ort, den das Feuerwehrhaus darstelle. Es sei gut gewesen, dass schon vorher Renovierungen stattgefunden hätte, "vielleicht hätte man das Gebäude ansonsten abgerissen". Ruhl bezeichnete die Maßnahme als "Mitte der Dorferneuerung", denn sechs Projekte seien vorher schon umgesetzt worden und es würden noch weitere sechs Projekte folgen.

Ortsvorsteher Achim Hofmann betonte: "Unser Feuerwehrhaus erstrahlt in neuem Glanz." Es sei an der Zeit den Helfern zu danken. Er lobte den Planer Ruhl, der immer wieder die Planungen auf die speziellen Wünsche abgestimmt habe. Er freue sich über die gute Jugendarbeit in der Feuerwehr und deshalb sei das Feuerwehrhaus auch wichtig. Er lobte noch einmal Yannik Dahlmann. Wenn dessen Wirken in seiner "Alterskategorie Schule macht", brauche man sich in Meiches keine Sorgen zu machen.

Als Vertreter der Kirchengemeinde Meiches wünschte Dieter Herget "keine ernsthaften Einsätze, aber immer guten Übungsbesuch".

Die Verbundenheit mit der Nachbarwehr unterstrich der Wehrführer von Storndorf, Gerhard Georg, der ein Präsent überreichte.

Die Feuerwehrabordnung aus Wiehl-Weiershagen überreichte noch eine Figur des heiligen Florian, der Schutzpatron der Feuerwehrleute ist.

Lauterbacher Anzeiger (gst)
27.09.2011

 

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