Aktuelles | Gemeinde Lautertal - Details
Kindergarten wird mit Containerlösung erweitert
Gemeindevertretersitzung behandelte zahlreiche Themen - Neue Postfiliale in Hörgenau
Bei der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung Lautertal waren es insbesondere die jungen Gemeindemitglieder, die im Zentrum des Geschehens standen. Zum einen wurden die ersten Weichen für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren gestellt. Außerdem wurde noch die neue Busregelung für Kindergarten- und Schulkinder kurz vorgestellt.
"Die gemeinsame Beförderung von Kindergarten- und Schulkindern ist nach den Sommerferien angelaufen", verkündete Bürgermeister Heiko Stock in seinem Bericht aus dem Gemeindevorstand. Aufgrund der vorliegenden Bewerbungen habe der Gemeindevorstand beschlossen, zwei Personen mit der Busbegleitung zu betreuen. Zwei Mütter würden von nun an die Fahrten begleiten, eine vormittags, die andere nachmittags. Nachdem die Kommunale Vermittlungsagentur eine finanzielle Unterstützung im Bereich eines Ein-Euro-Jobs abgelehnt hatte, hat die Gemeinde den Frauen eine Beschäftigung auf 400 Euro-Basis ermöglicht, die zu 15 Prozent von der Kirche unterstützt wird. Eine Begleitung sei nämlich nötig geworden, da Unfallkassen und der RMV bei Kindern unter fünf Jahren eine Begleitung vorschrieben. "Allen Beteiligten, die die jetzige Lösung möglich gemacht haben, ist zu danken", so der Bürgermeister. Neben einer deutlichen Kosteneinsparung und dem ökologischen Vorteil, dass nur noch ein Bus die gleiche Strecke fährt, sei durch die Begleitpersonen auch eine deutliche Serviceverbesserung realisiert worden.
Ab dem Jahr 2013 haben Kinder unter drei Jahren Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Um darauf vorbereitet zu sein, stimmte das Gemeindeparlament einstimmig dafür, eine Containeranlage mit Schlaf- und Personalräumen sowie sanitären Anlagen in den bisherigen Kindergarten zu integrieren. Um sicherzugehen, dass die Anlage auch behindertengerecht gebaut werden kann, soll baldmöglichst ein Ortstermin erfolgen.
Außerdem verabschiedeten die Gemeindevertreter eine neue Gefahrenabwehrverordnung für Hundehalter, die Straße in Hörgenau, die in Richtung des Galgens verläuft, wird von nun an offiziell die Straßenbezeichnung "Zum Galgen" erhalten.
Außerdem beschloss die Runde, für die Kanalarbeiten und weitere Maßnahmen im Bereich der Engelröder Horst-Schleese-Straße und für die Bushaltestelle an der Lautertalschule 38 500 Euro bereitzustellen. Zudem beschlossen die Frauen und Männer, eine Arbeitsgruppe mit dem Namen "Lautertal 2015" zu gründen, in der sich Gemeinde- und Vereinsvertreter sowie die Bürger Lautertals mit den Zielen der Gemeinde für die Zukunft beschäftigen und ein Leitbild erarbeiten können.Aus dem Bericht des Gemeindevorstandes stachen noch fünf Punkte besonders hervor, die für die Lautertaler in Zukunft wichtig werden könnten:Die Vertragsverhandlungen mit der Firma OR-Network zum Ausbau des Breitbandinternets nehmen langsam konkrete Formen an. Ein Vertragsentwurf wurde der Gemeinde beriets zugesandt. Bürgermeister Heiko Stock verhandelt dabei stellvertretend für die "G 8", das regelmäßige Bürgermeistertreffen, das sich aus den Gemeinden Freiensteinau, Grebenhain, Ulrichstein, Lautertal, Herbstein, Schotten, Wartenberg und Birstein zusammensetzt. Zum Vertragsentwurf wurde von ihm nun eine Stellungnahme des Hessischen Städte- und Gemeindebundes eingeholt. Der Bürgermeister versprach, dementsprechende Klauseln zum Wohle der Bürger, sollte das Internet längere Zeit nicht verfügbar sein, zu berücksichtigen.Ferner wies Stock darauf hin, dass die Immobilien-Datenbank der Gemeinde ab sofort unter www.lautertal-vogelsberg.de, Strichwort Immobilien, online sei. Interessenten könnten ihre Vermietungs- und Verkaufsobjekte ins Internet einstellen.Die Deutsche Post wird die bisherige Postservice-Filiale in Hörgenau zum 21. September schließen. Gleichzeitig wird am Tag darauf in Hörgenau "An der Lauter 4" eine neue Servicestelle eröffnet.
Erfolg vermeldete Heiko Stock seitens des hessischen Ministeriums: Die Fristverschiebung der Maßnahmen zur Abwassereigenkontrollverordnung seien zwar zu begrüßen, dennoch dürften sich die Bürger aber nicht zurücklehnen und die Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Vielmehr sei auch weiterhin dahingehend Druck auszuüben, dass eine Absenkung von Standards erfolge.
Zum Schluss berichtete der Bürgermeister noch über die Photovoltaikanlage der Gemeinde: Schon jetzt sei die Einspeiseleistung höher, als im vergangenen Jahr. Außerdem werde der Hessische Rundfunk eine kurze Reportage über den Totenköppel im Fernsehen zeigen - am 7. Dezember, entweder um 20.15 Uhr oder 21 Uhr.
03.09.2010
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