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"Feuerwehr ist heute wie vor 75 Jahren unverzichtbar"
Brandschützer feierten mit vielen Gästen ihr Jubiläum - Dank der Bürger abgestattet.
Das 75-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hopfmannsfeld zeigte eindeutig die Wichtigkeit dieser Hilfsorganisation für die Rettung von Menschen. Denn in der wechselvollen Geschichte, die von Kai Stroh im Laufe der Jubiläumsfeier im Dorfgemeinschaftshaus in Wort und Bild präsentiert wurde, zeigte sich, dass es zwar Schaden an Sachwerten gegeben hat, doch hat die Wehr wertvollen Wohnraum und somit auch Menschen vielleicht vor dem sicheren Tod bewahrt. So war es eine Verpflichtung für die Gäste und Redner, sich bei Wehrführer Klaus Köhler stellvertretend für die Einsatzkräfte zu bedanken.
Wie wichtig die Feuerwehren sind, so Bürgermeister Heiko Stock, habe man in den letzten Wochen im Fernsehen verfolgen können. Es gebe es jedoch auch bei uns immer wieder Schäden, die ein Eingreifen der Feuerwehr erforderlich machten. Dies habe die Freiwillige Feuerwehr Hopfmannsfeld in den 75 Jahren ihres Bestehens erleben müssen. Die Feuerwehr sei heute wie vor 75 Jahren unverzichtbar. Die aktiven Frauen und Männer der Wehr Hopfmannsfeld hätten sich gerne der Pflicht unterworfen, bereit zu sein und im Notfall wirklich alles stehen und liegen zu lassen, um andere zu retten und unter Einsatz des eigenen Lebens zu helfen. Dazu sei es notwendig, dass man gut ausgebildet sei und über die erforderliche Ausrüstung verfüge. Er, so Stock, sei im Rahmen von Jubiläen immer dankbar, wenn auch ein Rückblick gehalten werde. Da sehe vieles, was heute als "gute Zeit" beschrieben werde, so gut gar nicht aus. Heute könne man froh darüber sein, dass man in Hopfmannsfeld über eine sehr gute Ausrüstung verfüge. Wie sich die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden für die Bürgerinnen und Bürger einsetzten, so setzten sich die gemeindlichen Gremien für ihre Feuerwehr ein. Dies sei in Zeiten leerer Kassen nicht immer einfach. Aber man wisse, wie wichtig die Ausstattung der Feuerwehr sei. Stock überbrachte auch die Grüße der Fraktionen von CDU, SPD und UBG sowie des DRK-Ortsvereins Lautertal.
Erster Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl drückte seine Freude aus, bei der Jubiläumsfeier dabei sein zu dürfen. Die vielen Gäste untermauerten den Stellenwert, den die Feuerwehr in Hopfmannsfeld habe. Aus der Chronik werde deutlich, dass die Feuerwehr einfach notwendig sei. Es sei in dieser Zeit immer wieder zu schlimmen Bränden gekommen, doch konnten dabei die Wohnhäuser und somit auch die Menschen gerettet werden.
Lautertals Gemeindebrandinspektor Alfred Lang sagte, dass er das Jubiläum gerne zum Anlass nehme, allen Kameraden seine persönlichen Grüße und Glückwünsche zu überbringen. 75 Jahre seien ein ehrenvoller Anlass, Rückblick zu halten, Besinnung einzulegen und Dank zu sagen. Es sei immer wieder gelungen, Bürger des Ortsteils zu gewinnen, aktiven Feuerwehrdienst und damit zugleich Dienst für den Mitbürger freiwillig zu leisten. Brandschutz gehöre zu den ältesten Aufgaben der Bürgerschaft in den Gemeinden, geändert hätten sich die technischen Mittel, die Anforderungen und der Umfang der Aufgaben. Geblieben sei die Notwendigkeit, Hab und Gut, Leib und Leben der Bürger nicht nur gegen Feuer zu schützen. Lang äußerte die Bitte, dass sich auch in Zukunft Frauen und Männer für die Einsatzabteilungen und Jugendliche für die Jugendfeuerwehr finden, die bereit seien, den im Laufe der Jahre schwerer gewordenen Feuerwehrdienst zu versehen.
Kreisbrandmeister Hubert Helm überbrachte sowohl die Grüße von Kreisbrandinspektor Werner Rinke als auch des Kreisfeuerwehrverbandes und übergab an Wehrführer Klaus Köhler den Ehrenteller des Kreisfeuerwehrverbandes.
Pfarrer Dieter Borschel hatte im vorausgegangenen Gottesdienst schon darauf verwiesen, dass in dem Feuerwehrmotto "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" auch deutlich werde, dass man trotz aller Technik nicht alles in der Hand habe und manches nur bruchstückhaft oder unvollkommen gelinge. Hier springe Gott ein. Er bedankte sich während der Feier für das stetige Üben und die Bereitschaft, sich ehrenamtlich für andere zu engagieren. Er hoffe, dass alle wieder nach einem Einsatz unbeschadet an Leib und Seele nach Hause kommen.
Die stellvertretende Ortsvorsteherin Christel Stroh sprach von Dankbarkeit gegenüber den Einsatzkräften, die ihre Freizeit opferten. Gleichzeitig verwies sie auf den kulturellen Beitrag zur Gestaltung des dörflichen Lebens. Sie wünschte zukünftig viele Aktive und weniger Einsätze.
Thomas Hansel, der die Grüße der örtlichen Vereine überbrachte, sprach von einem gut aufgestellten Vorstand. Gleichzeitig bat er, die bestehenden Strukturen aufrechtzuerhalten und dass man bei einer geplanten Standortveränderung für die Feuerwehr Hopfmannsfeld das nötige Fingerspitzengefühl beweise, damit die Feuerwehr weiterhin existiere.
Die Grüße der Nachbarwehr Frischborn überbrachte Jürgen Eifert.
Schließlich bedankte sich Klaus Köhler bei langjährigen Mitgliedern der Jubiläums-Feuerwehr. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Reiner Seibert und Thomas Hansel ausgezeichnet. Seit 40 Jahren gehört Herbert Ruppel zur Feuerwehr, seit 50 Jahren sind Heinrich Schaaf, Gerhard Henkel und Rudolf Schleuning dabei, die alle eine Urkunde erhielten. Auch Wehrführer und Vereinsvorsitzender Klaus Köhler ging nicht leer aus, er wurde von seinem Stellvertreter Armin Faitz ebenfalls für 25-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet.
Der Männergesangsverein Hopfmannsfeld unter der Leitung von Rainer Töne dokumentierte seine Verbundenheit zum Jubiläumsverein mit einem Auftritt.
30.08.2010
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