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Aktuelles | Gemeinde Lautertal - Details

Die Dorferneuerung ist ein Mitmachprogramm für die Bürger



Minister Posch überreichte Bewilligungsbescheide für Hörgenau und Dirlammen.

Der Hessische Staatsminister Dieter Posch überreichte an den Lautertaler Bürgermeister Heiko Stock den Bescheid über die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm, worüber sich die Ortsvorsteher von Dirlammen, Manfred Luft, und Hörgenau, Hartmut Eifert, freuen (von rechts).

Der Hessische Staatsminister Dieter Posch überreichte an den Lautertaler Bürgermeister Heiko Stock den Bescheid über die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm, worüber sich die Ortsvorsteher von Dirlammen, Manfred Luft, und Hörgenau, Hartmut Eifert, freuen (von rechts).

Die beiden Lautertaler Ortsteile Dirlammen und Hörgenau gehören zu den 22 Förderschwerpunkten, die im Jahr 2011 im Rahmen der ersten Tranche neu in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen werden. Der Hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch kam gestern nach Hörgenau, um an Bürgermeister Heiko Stock sowie die beiden Ortsvorsteher Manfred Luft (Dirlammen) und Hartmut Eifert die Bescheide zu übergeben.

Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde ist rückläufig, jedoch gehört Lautertal aktuell zu den Gemeinden im Vogelsbergkreis mit den geringsten Bevölkerungsverlusten.

Im Beisein von Landrat Rudolf Marx, den beiden Landtagsabgeordneten Kurt Wiegel (CDU) und Manfred Görig (SPD) sowie gemeindlicher Mandatsträger und Ortsbeiratsmitgliedern hieß Bürgermeister Heiko Stock den Gast aus Wiesbaden willkommen und vertrat die Ansicht, dass bei den neuen Förderschwerpunkten ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet werden solle, wie man die Gemeinde im Hinblick auf die demografische Entwicklung künftig gestalten und ausrichten wolle. Man könne als Lautertaler stolz darauf sein, dass die umfangreichen Vorarbeiten, die auch mit Unterstützung des Amtes für den ländlichen Raum zu leisten gewesen seien, zu diesem erfreulichen Ergebnis geführt hätten.

Es liege nun an der Gemeinde und den Bürgern, dass die Dorferneuerung erfolgreich verlaufe. Die Hausbesitzer hätten schon in Kürze die Möglichkeit, Förderanträge zu stellen; es seien aber auch alle gefordert, sich in den Arbeitskreisen zu engagieren, damit eine breite demokratische Beteiligung mit der entsprechenden Akzeptanz gewährleistet sei.

Stock brachte auch ins Gespräch, dass eine gute Verkehrsanbindung und die Breitbandverbindung dazu beitrügen, Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten. Gleichzeitig bat er den für den Verkehr zuständigen Minister darüber nachzudenken, ob die S-Bahn-Strecken von der Wetterau in den Vogelsberg verlängert werden könnten. Denn neben einer Entlastung der Pendler würde sich auch die Umweltbelastung deutlich verringern.

"Bringen Sie sich mit Ihren Ideen in den Dorferneuerungsprozess ein, versuchen Sie, möglichst viele der anstehenden Aufgaben vor Ort zu lösen und nutzen Sie damit die Chancen für Ihre Zukunft", so Minister Posch. Ziele der Dorferneuerung seien die Schaffung wohnortnaher Grundversorgungseinrichtungen sowie die Sensibilisierung für regenerative Energien und Maßnahmen der Energieeffizienz. Aber auch Gebäude-Leerstände machten ein Handeln erforderlich, meinte der Minister.

Die Politik dürfe sich nicht auf die elf Monopolregionen in Hessen beschränken, so Posch, der die Ansicht vertrat, dass auch Straßenbau etwas mit demografischer Entwicklung zu tun habe im Hinblick auf weit entfernte Arbeitsplätze.

Das Dorferneuerungsprogramm sei ein Mitmachprogramm und stelle eine Förderung der heimischen Wirtschaft dar, so Landrat Rudolf Marx. Der ländliche Raum müsse deshalb seine Chance nutzen. Man wolle etwas für die mehrere Generationen erhalten, so Marx, der sich auch dagegen wandte, dass man nur Lieferant für das Rhein-Main-Gebiet sei. Die Bürger wollten eine lebens- und liebenswerte Umgebung haben, in der es sich noch lohne, zu leben.

Der Dirlammer Ortsvorsteher Manfred Luft richtete sein Augenmerk auf die Problematik des Denkmalschutzes. Um lebendige Ortskerne zu erhalten, müsse man künftig Wirtschaftsgebäude entfernen dürfen.

Der Hörgenauer Ortsvorsteher Hartmut Eifert sah in dem Dorferneuerungsprogramm die Bestätigung der Arbeit im ländlichen Raum, die dem ganzen Bundesland Hessen zugutekomme. Insofern sei das Dorferneuerungsprogramm kein Almosen, sondern Teil eines Transfers, der aber bei genauer Betrachtung deutlich höher hätte ausfallen müssen.

Die Kinder sind es, die vom Dorferneuerungsprogramm profitieren werden. Als Dank hierfür waren die Kinder der Lautertalschule mit Leiterin Annedore Radvan gekommen, die sich musikalisch für die Aufnahme in das Förderprogramm bedankten.

Lauterbacher Anzeiger (gst) Bilder: Stock
20.09.2011

 

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