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Demografische Entwicklung muss für uns kein Nachteil sein



Direktwahl vom 6. November gültig - Ernennungsurkunde für Bürgermeister Heiko Stock.

"Bürgermeister Heiko Stock ist am 6. November mit 82,36 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden", sagte Gemeindewahlleiter Werner Eifert in der Gemeindevertreterversammlung in Meiches, als er das amtliche Wahlergebnis vorstellte. Das Resultat war vom Wahlausschuss bestätigt worden, Einsprüche hatte es nicht gegeben. Deshalb war der einstimmige Beschluss des Parlaments am Mittwochabend in Meiches über die Gültigkeit der Direktwahl nur eine Formsache. Danach verpflichtete Vorsitzender Hans-Jürgen Herbst den Wiedergewählten, Erster Beigeordneter Manfred Hofmann übergab ihm die Ernennungsurkunde.

Heiko Stock bedankte sich zunächst noch einmal bei den Bürgern, die ihm erneut das Vertrauen ausgesprochen hatten. Rückblickend auf seine fünfeinhalbjährige Amtszeit "kann man sicherlich sagen, dass wir viel erreicht haben. Der Schwerpunkt meiner Ausführungen wird aber die Zukunft sein. Wir haben viele Gestaltungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren, die wir gut nutzen sollten", sagte er.

An dem heutigen Abend seien in der Sitzung der Gemeindevertreterversammlung wichtige Weichen gestellt worden. Durch die Möglichkeit der Ausweitung der Dorfentwicklung auf die Gesamtgemeinde könne man die Kommune gut auf die demografische Entwicklung vorbereiten. Diese Entwicklung müsse für Lautertal kein Nachteil sein, das deuteten die Untersuchungen des Berlin-Instituts und des beginnenden Moro-Prozesses im Vogelsbergkreis an. Gerade Lautertal als kleine Gemeinde im ländlichen Raum mit den strukturellen Nachteilen sei reich an Erfahrungen und Ideen. "Dies werde ich auch weiterhin nutzen, um für Veränderungen in unserem Sinn zu werben", sagte Stock.

Alle öffentlichen Ebenen müssten darüber nachdenken, wie die großen Herausforderungen der Zukunft gestemmt werden könnten - dies vor allem auch in finanzieller Hinsicht. "Noch nie war deshalb die Chance aufgrund der Schuldenkrise in Verbindung mit der demografischen Entwicklung in ganz Europa so groß, dass wirklich Veränderungen in Bezug auf das Herabsetzen von Standards erreicht werden könnten. Einerseits soll dies zu Kosteneinsparungen und finanziellen Entlastungen der Einwohnerinnen und Einwohner führen. Aber machen wir uns andererseits nichts vor, wir alle haben uns auch an das eine oder andere sehr gut gewöhnt und werden uns umstellen müssen", sagte der Rathauschef.

Auch im Bereich der erneuerbaren Energien sollten die Lautertaler ihren begonnenen Weg fortsetzen. Ein Hauptaugenmerk in den nächsten Wochen werde auf dem Kindergarten mit einem möglichen Ausbau der U3-Kindbetreuung liegen.

Stock rief alle dazu auf, also die Einwohnerinnen und Einwohner, alle ehrenamtlich Tätigen, die Feuerwehr und die Vereine, alle Institutionen, wie die Kirchen, die Schule und den Kindergarten und nicht zuletzt die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter sowie die Beigeordneten, sich weiterhin so engagiert für ihre Gemeinde einzubringen.

"Sie können sich sicher sein, dass ich meinerseits alle meine Kraft einbringen werde. Dazu gehört es auch, an der einen oder anderen Stelle gegen den Strom zu schwimmen und positive Kritik anzubringen. Gerade eine Gemeinde wie unsere lebt davon, dass wir in großer Gemeinsamkeit wichtige Entscheidungen treffen. Dazu gehört aber auch eine offene und faire Diskussion. Ich denke, dass uns dies unter dem Strich in den letzten Jahren gut gelungen ist, und hoffe darauf, dass dies auch in Zukunft so der Fall sein wird."

Da er neben seiner Wiederwahl als Bürgermeister am 1. August auch sein Dienstjubiläum, 25 Jahre im öffentlichen Dienst, feiern konnte, habe dies außerdem den Vorteil, dass der Vorsitzende der Gemeindevertretung beim Abschlussessen seine Verfügungsmittel schonen könne. Bei der Prüfung der Jahresrechnung 2011 werde man dann feststellen, dass er in seinem ersten Jahr besonders sparsam mit seinen Verfügungsmitteln umgegangen sei.

Heiko Stock schloss mit der Feststellung: "Ich freue mich auf weitere sechs Jahre als Bürgermeister unserer ländlich liebenswerten Gemeinde Lautertal." Seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Juli 2012.

Lauterbacher Anzeiger (gs)
23.12.2011

 

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