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Danke, dass Sie da waren, danke, dass es Sie gibt
Küsterehepaar Grabner nach 47 Jahren verabschiedet - Nachfolgerin Helga Lindenhoven.
Nach 47 Jahren wurden Annemarie und Egon Grabner als Küster-Ehepaar der evangelischen Kirchengemeinde Hopfmannsfeld verabschiedet und Helga Lindenhoven als neue Küsterin in ihr Amt eingeführt. Im Gottesdienst und später im Gemeindesaal wurde das scheidende Küsterehepaar gewürdigt, nicht nur für das langjährige Wirken, sondern auch für das besondere Engagement. Seine praktische Arbeit sei auch eine Form von Gottesdienst gewesen.
Pfarrer Dieter Borschel sagte in der Predigt, dass Küster vom lateinischen "Custos", Wächter, abgeleitet werde. So habe das Ehepaar Grabner als Wächter in der Kirche fungiert. Beide hätten auch darüber gewacht, dass sich Gemeindearbeit entfalten konnte. Sie hätten auch geholfen, dass Menschen über die Schwelle der Kirche gelangten. Türsteher im Hause Gottes müssten den Menschen nahestehen, was bei Grabners der Fall gewesen sei. Die Arbeit habe nicht nur den Menschen gedient, sie hätten dabei vielleicht auch einen Hauch der Gegenwart Gottes gespürt. Bei der Verabschiedung stellte er fest, dass das Ehepaar fünf Pfarrer erlebte. Alle hätten viel miteinander erlebt und auch viel voneinander gelernt. Er danke dafür, dass das Ehepaar einen Teil seiner Lebenszeit, Begabung und Lebenskraft geschenkt habe.
Von den Kinderstundenmitarbeiterinnen erhielten Grabners ein Herz, eine Kirche, einen Schlüssel sowie einen Blumenstrauß.
Ottmar Walther, Vorsitzender des Kirchenvorstands, bedankte sich für die 47 Jahre, in denen das Ehepaar Grabner die Kirche bewacht habe. Anne-Marie Grabner habe als 22-Jährige die anspruchsvolle Tätigkeit als Kirchendienerin von ihrer Mutter übernommen, Egon Grabner sei 25 Jahre alt gewesen. So schnell werde man ihnen diese lange Ausdauer und diese Leistung nicht nachmachen können. Er wünschte ihrer Nachfolgerin Helga Lindenhoven viel Glück bei ihrer neuen Aufgabe.
Bürgermeister Stock wies darauf hin, dass man Menschen besonders danken müsse, die sich so viele Jahre für das Gemeinwesen einsetzten. Es mache keinen Unterschied, ob es sich um einen Dienst in der Kirchengemeinde oder in der bürgerlichen Gemeinde handele. Alle würden sich letztlich um die gleichen Menschen kümmern. Mit einem Präsent bedankte er sich bei Grabners und wünschte der neuen Küsterin alles Gute.
Für die Mitarbeitervertretung des Dekanats stellte Marianne Wahl fest, dass es in all den Jahren nie ein Problem gegeben habe, wofür sie sich bei Grabners bedanke.
Ortsvorsteher Klaus Köhler bedankte sich namens der Bevölkerung beim Küsterehepaar. Er erinnerte dabei an seine Konfirmandenzeit, in der man das Küsterehepaar auch mal ärgerte. Das habe sich aber mit dem Spritzen von Wasser zu wehren gewusst.
Der ehemalige Pfarrer Erich Hinkel blickte gerne auf die 13 Jahre gemeinsamer Arbeit zurück. Grabners seien das erste Küsterehepaar gewesen, von denen er etwas habe lernen können.
Die Ehefrau von Pfarrer Borschel sagte: "Danke, dass Sie da waren, Danke, dass es Sie gibt."
30.08.2011
