Aktuelles | Gemeinde Lautertal - Details
Abwasser, Wasser, Breitband und Kinderbetreuung
Lautertaler Gemeindevorstand stellte auf SPD-Initiative die Planungen für Investitionen und kostenträchtige Maßnahmen vor.
Abwasserbeseitigung, Erschließung von Neubaugebieten, Wasserversorgung, Dorferneuerung, Ausbau der U-3-Kinderbetreuung, Umbau der Kindertagesstätte, Breitbandversorgung und Digitalfunk sind die wichtigsten Maßnahmen in der Gemeinde Lautertal in naher Zukunft. Die SPD-Fraktion hatte dazu eine Prioritätenliste vom Gemeindevorstand gewünscht, die Bürgermeister Heiko Stock in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreterversammlung schriftlich vorlegt.
Rund 200 000 Euro muss die Gemeinde zur Fortsetzung der Kanalsanierung nach der Eigenkontrollverordnung gemäß Bauprogramm 2007 bis 2014 investieren, schreibt Stock. Die Dringlichkeit sei sehr hoch, die Finanzierung werde durch Beitragseinnahmen gesichert, es gebe keine Förderprogramme.
Bis zum Jahr 2025 sei eine Dichtigkeitsüberprüfung der Kanäle (vor 1996 gebaut) für den privaten Bereich erforderlich. Aufgrund der Vorschriften und der Tatsache, dass täglich nur zwei bis drei Leitungen auf den privaten Grundstücken untersucht werden könnten, sollte rechtzeitig mit der Befahrung begonnen werden. Stock schätzt rund 1 000 Euro Kosten für jedes Grundstück. Die Finanzierung erfolge über den Gebührenhaushalt. Die Erstattung von Hausanschlusskosten oder über direkte Inrechnungstellung der Firmen an die Hauseigentümer sei sicherzustellen. Auch hier gebe es keine Förderprogramme.
Nach ersten Schätzungen koste die Erschließung des Neubaugebiets Gartenweg/Obergasse in Eichelhain rund 120 000 Euro. Für diesen Betrag werde ein asphaltierter Weg als Vorbereitung eines späteren Endausbaus oder der Herstellung der vollständigen Erschließungsanlage gebaut. Es gebe keine rechtliche Vorgabe bezüglich der Dringlichkeit, jedoch möglicherweise verkehrsrechtliche Gründe. Der Vollausbau koste schätzungsweise 240 000 Euro. Die Finanzierung erfolge zu 90 Prozent über Beiträge und zu zehn Prozent aus Mitteln der Gemeinde. Auch beim Vollausbau der Straße im Meicheser Neubaugebiet am Aspenacker würden die Ausgaben 90:10 abgerechnet. Hier könnte vorerst ein asphaltierter Weg für etwa 60 000 Euro gebaut werden. Der Vollausbau schlage mit rund 120 000 Euro zu Buche. Eine Kostenrechnung für die straßenmäßige Erschließung des Neubaugebiets Schulstraße in Engelrod liege noch nicht vor.
Die Neuausrichtung der Dorferneuerung (DE) ist laut Stock „vor allem im Hinblick auf die demografische Entwicklung zu sehen“. Nach Anerkennung des gemeinsamen Förderschwerpunkts Dirlammen/Hörgenau seien entsprechende Projekte zu erarbeiten. Weiterhin bestehe das Ziel, die DE auf die Gesamtgemeinde auszuweiten. Einen Kostenrahmen konnte der Bürgermeister wegen der veränderten ihm noch nicht bekannten Rahmenrichtlinien nicht geben. Auch die Förderhöhe sei nicht bekannt.
Die U-3-Kindbetreuung soll durch die Schaffung eines zusätzlichen Gruppenraumes unter Berücksichtigung der Verringerung der Gruppengröße ausgebaut werden. Ab dem Jahr 2013 bestehe für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein gesetzlicher Anspruch darauf. Kostenschätzungen seien, soweit sie vorlägen, der Gemeindevertretung bekannt. Bei einem Neubau werde bei maximal zehn Kindern pro Gruppe der Platz mit höchstens 14 500 Euro gefördert. Beim Umbau sei die Förderung geringer.
03.09.2011
